Weit über das Land – Peter Stamm

Weit über das Land – Peter Stamm

 

weitüberdasland

Erschienen: 25.02.2016 bei S.Fischer
Autor/in: Peter Stamm

Klappentext:

Ist es ein neuer Anfang, wenn man alles hinter sich lässt? Der neue große Roman von Peter Stamm.
Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt.
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. ›Weit über das Land‹ ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: die nach dem eigenen Leben.

Achtung, Komplett-Spoiler! Wer keine Hinweise auf die Handlung und/oder Ende des Buches möchte, sollte nicht weiter lesen.

Peter Stamm beschreibt in simplen Sätzen, was passiert, als der Durchschnittsmensch Thomas sich nach einem soeben beendeten Familienurlaub nach einem Glas Wein vom abendlichen Tisch erhebt und die heile Welt des Vorgartenidylls von Reihenhaus, Frau und 2 Kindern zu Fuß verläßt. Thomas läuft durch den Wald , hört das Gras wachsen und sieht die Käfer krabbeln. Ab und an hebt er noch Geld ab. Dann nicht mehr. Er schlägt sich jahrelang mit Gelegenheitsarbeiten in ganz Europa durch. Oder er läuft wieder durch den Wald. Er hat keinerlei soziale Bindung. Ob er das besser findet, als das Vorgartenidyll? Wir erfahren es nicht.

Astrid ist normal traurig. Sie verhält sich so, wie man sich verhält, wenn der Partner wortlos verschwindet, es passiert auch behördlicherseits all das, was passiert, wenn Jemand verschwindet. Astrid zieht die Kinder alleine groß. Sie glaubt auch nachdem Thomas für tot erklärt wurde, dass er zurück kommt. Warum? Wir erfahren es nicht.

Nach 20 Jahren quietscht das Gartentor und Astrid weiß, dass Thomas wieder da ist. Warum? Wir erfahren es nicht. Nicht einmal, ob das Gartentor auch quietscht, wenn jemand Anderer kommt…das Buch endet hier.

Fazit: Absolute und unbedingte Leseempfehlung für all die, die mit dieser Buchbesprechung etwas anfangen können. Sie ist ganz nah beim Buch. Aufgrund dieser Nähe kann ich auch keine Sterne vergeben, sie würden -egal wie viel- dem Buch nicht gerecht.

 

 

 

 

 

 

 

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