Danke Solibro-Verlag!

Danke Solibro-Verlag!

Ich bin ja nicht so der Gewinnspieltyp a la “Melde dich bei A an (Klarname und Meldeadresse), dann bekommst du bei B einen Code, den du bei C einlösen kannst, damit du in einen Lostopf kommst, aus dem in 3 Monaten von einem Promi, den wir erst noch unter Vertrag nehmen müssen, vielleicht ein paar Gewinner gezogen werden. Leute, die in dieser Zeit noch mehr als 100 facebook-likes bei unseren Werbepartnern vergeben ( die Downloadliste bekommst du unter der Emailadresse info@lustigesgewinnspiel.de ) werden 90% der Gewinner ausmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.” Nee. Alleine das Anlegen des facebook-Accounts würde mich unverhältnismäßig viel Zeit kosten…

Und dann gibts bei Twitter so 2 Mausklick-Sachen wie letzte Woche vom Solibro-Verlag. Die so: “Wir verlosen 5 Bücher, machste retweet, biste dabei.” Und ich so: klick, retweet. Und jetzt hab ich ein niegelnagelneues Buch. Ein richtig tolles Buch. Herzlichen Dank für diesen Gewinn, ich hab mich sehr gefreut. Und wenn ich es gelesen habe, gibts auch eine Rezension dazu.

solibro

Nach ihrem hochgelobten Debüt Zwei im Sinn hat Bettina Steinbauer nun einen weiteren Roman geschrieben, der seine Leser nicht nur mit scharf formulierten Grundsatzfragen, sondern auch mit pointierten Dialogen und eigenwilligem Humor fesselt.

“Liebe. Ich scheue diese fünf Buchstaben. Wenn es Liebe war, wäre nichts Größeres mehr vorstellbar.”
Elsa, Anfang vierzig, stellt Fragen, unbequeme Fragen. Denn: “Ich warte noch immer auf Wesentliches. Auf einen Kern, etwas Radikales, das mich zutiefst irritiert.” Vergeblich hält sie Ausschau nach einem Mann, der ihren Fragen nicht ausweicht, sondern ihnen standhält. Stattdessen findet sie Männer mit Hobbys. Nach einem selbstprovozierten Unfall lässt sie sich in eine Nervenklinik einweisen. Aber die störrische Außenseiterin wird bald von der Klinikleitung auf die Straße gesetzt. Elsa bleibt kompromisslos, kündigt Job und Wohnung und bricht zusammen mit ihrer Nachbarin Ottilie zu einer Nordseeinsel auf. Dort begegnet ihr Justus, der ihr merkwürdig provokantes Verhalten zu durchschauen scheint …
Mit ihrem zweiten Roman schließt Bettina Steinbauer mit unverminderter Intensität an ihr hochgelobtes Debüt Zwei im Sinn an. In Das Unbehagen der Elsa Brandt stellt sie die Frage nach dem Sinn eines sich lebenslang ausweitenden Bewusstseins angesichts eigener Endlichkeit. “Was macht den Sinn aus, wenn ich selbst diesen am Ende abgeben muss?“ Die Hauptfigur Elsa reagiert auf diese als existenzielle Demütigung erfahrene paradoxe Situation jedoch nicht mit zu erwartender Depression, sondern mit Wut und Protest. Gezielt fährt sie in Autobahnstaus und lockt aus den Blechschlangen Männer auf Raststätten, um sie dort mit ihrer Wut zu konfrontieren. Selbst Ärzte in der Nervenklinik treibt sie derart in die Enge, dass man sie auf die Straße setzt. Elsa muss feststellen, dass alle nur ein Loblied auf die Selbstvergessenheit als Lösung ihrer Probleme singen. „Doch wie soll das gehen? Ich bemerke mich ständig. Ich habe nicht gelernt, mein Bewusstsein an irgendeiner Garderobe abzugeben.“
Ein furioser, unversöhnlicher Roman, der allenfalls die Liebe rehabilitiert.
Textquelle: Solibro-Verlag

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