Mordswald – M.C.Poets

Mordswald – M.C.Poets

 

Unbenannt

 

Hörbuch erschienen am 02. 04. 2015 bei: Audible
Laufzeit: 11 Stunden 25 Minuten (ungekürzt)

Autor: M.C.Poets
Sprecher: Vanida Karun

Klappentext: Im Wald wird die Leiche des 34-jährigen Informatikers Philip Birkner aufgefunden. Die Spuren am Tatort weisen auf mehrere Täter hin. Lina Svenson und Max Berg von der Hamburger Mordkommission ermitteln und stoßen bald auf mehr als nur ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit des Toten.

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Mordswald ist wieder mal so ein Titel, bei dem ich nicht so richtig weiß, was ich überhaupt schreiben soll. Das Buch beginnt recht spannend mit einem Kapitel aus Tätersicht: dunkler Wald, Mann verfolgt Frau, es kommt zum Übergriff. Dann das nächste Kapitel unerwartet mit männlicher Leiche – so weit, so spannend. Vanida Karun liest gut, wobei sie bei manchen Charakteren etwas überzieht. Manch Einer klingt eher nach verstellter Stimme vom Kasperletheater statt individueller Stimmfärbung einer Figur. Das ist aber nicht extrem gravierend oder wirklich störend, es fällt nur zuweilen auf. Ansonsten ist ihre Stimme schon angenehm und auf jeden Fall hörbuchtauglich.

Alles, was das Buch beinhaltet, kann man auch nicht wirklich kritisieren oder bemäkeln, abgesehen davon, dass das Hamburger Lokal-Kolorit nicht wirklich erkennbar ist, der Krimi könnte auch woanders spielen. Die Handlung ist gut strukturiert und schlüssig, der Erzählstil eigentlich auch nicht langweilig.

Max und Lena sind ein junges und durchaus sympathisches Ermittler-Duo, so wirklich falsch machen sie auch nichts. Sie ermitteln akribisch und fachkompetent mal in die eine, mal in die andere Richtung, je nachdem, welche Richtung ihnen grade so ins Arbeitsfeld purzelt. Das wechselt permanent und somit wechseln auch die Verdächtigen. Hm. Man fühlt sich als Leser aber auch nicht krimimäßig in die Irre geführt, weil dann irgendwie der nächste Paukenschlag käme und dann doch alles ganz anders als gedacht ist. Wobei aber genau das andauernd passiert. Man hat  nur keine „wow“ oder wenigstens „ach was!“ Effekte, irgendwas fehlt. Wahrscheinlich ist das der springende Punkt. Man denkt sich gar nix. Man wartet einfach ab, was da noch so passiert, es passiert ja auch genug, immerhin gibt es dann noch eine Leiche. Hm. Und in der Vergangenheit des ersten Opfers muss man auch noch herum stochern. Hmmmm.

Mich hat dieses Hörbuch bedauerlicherweise nicht gepackt. Ich habe es auch relativ häufig unterbrochen und sehr wenig größere/längere Abschnitte am Stück gehört, was normalerweise nicht meine Art ist. Wenn es mich fesselt, höre ich schon mal 2-3 Stunden hintereinander. Hier fehlte Spannung, aber ich kann nicht sagen, warum.

Ich gebe sehr gute drei Sterne und auch eine Hör- oder Leseempfehlung, der Titel ist hörbar und ganz sicher auch gut lesbar. Wer das „gewisse Etwas“ nicht braucht, findet hier einen soliden, typischen Krimi mit vielen Wendungen und einem netten Ermittlerteam ohne Psychomacken, dem ich sicher genau aus diesem Grund auch noch mal eine Lesechance geben würde. M.C Poets hat auf jeden Fall das Potential, den kleinen fehlenden Kick noch zu finden und in den nächsten Werken einzubauen.

 

 

 

1 comment

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