Der alte Mann und das Meer – Ernest Hemingway

Der alte Mann und das Meer – Ernest Hemingway

 

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Hörspiel erschienen am 20.05.2011 bei: DAV
Laufzeit: 74 Minuten

Autor: Ernest Hemingway
Sprecher: Ernst Ginsberg ( Erzähler), Kurt Ebbinghaus (Santiago), Freddy Klaus (Manolin)

Klappentext: 84 Tage lang hat der kubanische Fischer Santiago keinen Fang mehr gemacht. Verzweifelt ist er auf einen Erfolg aus und wagt sich immer weiter in den Golfstrom hinaus. Als endlich ein gigantischer Schwertfisch anbeißt, beginnt ein zwei Tage und zwei Nächte währender Kampf, den der alte Mann schließlich gewinnt. Doch der Sieg wird zur Niederlage: Auf dem Rückweg wird die Beute von Haien angefallen, gegen die sich der alte Mann zu wehren versucht. Es ist ein Ringen um Leben und Tod. Für seine Erzählung erhielt Hemingway 1954 den Literaturnobelpreis.

Also, ich glaube nicht, dass ich dieses Werk ausführlich rezensieren muss, das schenke ich mir wirklich. Obwohl es sogar drei Fliegen mit einer Klappe schlägt: als Hörspiel kann ich es bei Adrianas Hörbuch-Challenge verbuchen. Eigentlich gehört habe ich es, um auch wieder einen Beitrag zu Neyashas Nobelpreisträger-Challenge zu haben und schlussendlich erfüllt es auch noch eine Bedingung bei Carolines Lese-Bingo : es ist ein Buch, was gefühlt nun wirklich JEDER schon mal gelesen hat.

Die Hörspiel-Umsetzung ist der Geschichte angemessen spartanisch. Es gibt keinerlei akkustische Hintergrund- oder Begleiteffekte, die von Hemingways kraftvoll-schlichter Sprache ablenken. Freddy Klaus`jugendliche Stimme bildet einen schönen Kontrast zur ruhigen, altersweisen und fast schon melancholischen Stimme von Kurt Ebbinghaus, der auch in den langen und nachdenklichen Monologen allein auf dem Schiff nur ruhig-willensstark und später sehr müde, aber nie gebrochen wirkt. Ernst Ginsberg als Erzähler rundet das Ganze ab, in dem er den verschiedenen Situationen auf dem Schiff an den richtigen Stellen die nötige Dramatik verleiht. Kann man immer wieder mal hören, wenn man in Stimmung für dieses Geschichte ist, die dem Schreiber den Nobelpreis für Literatur im Jahr 1954  einbrachte.

Danke fürs Teilen!

6 comments

  1. Neyasha -

    Ich bin mir ja ehrlich gesagt nicht so sicher, ob ich Hörspiele für die Challenge zählen möchte. Ein Hörbuch ist ja doch das gelesene Werk, aber ein Hörspiel ist durch die Kürzungen und Änderungen etwas so eigenes wie etwa auch eine Verfilmung. Ich bin da jetzt gerade etwas im Zwiespalt, weil ich es in den Regeln nicht ausdrücklich formuliert habe – aber daran habe ich gar nicht gedacht, weil ich Hörspiele eben wie Filme nie als “Buch” betrachtet habe. Hm. :-(

  2. Devona -

    Das ist überhaupt kein Problem für mich, ich wollte das ohnehin noch lesen. Ich nehm`s raus und jut is, das Jahr ist noch lang und ich schaffe die Challenge ohnehin. Ich hab`s bestimmt auch verwechselt mit Carolines Bingo…ich bin so spät eingestiegen, da hatte sie mir auch Hörbücher genehmigt. Ich mache ja beides und momentan lese ich mehr, das ändert sich aber auch andauernd. Kein Streß- die Nobellis werden gelesen, fertig :-)

  3. Neyasha -

    Nein nein, Hörbücher zählen bei mir auch! Aber ein Hörspiel, das auf ein Drittel des Umfangs eingestampft wird … da kann von Sprache und Stil des Buchs nicht mehr so viel überbleiben. Was nicht heißt, dass ich was gegen Hörspiele hätte, aber wie gesagt, ich betrachte sie eher als eigenständige Bearbeitungen.

    Aber Hörbücher kannst du auf jeden Fall für die Challenge nehmen!

  4. Devona -

    Gut, machen wir so. Hörspiele sind da wirklich unpassend wegen der Kürzungen. Hätte ich auch alleine drauf kommen können…

  5. Tobi -

    Hallo Devona,

    also ich hab erst das Buch aus dem Rororo Verlag gelesen. Da wurde als Vorwort eine Zusammenfassung der ganzen Story gegeben, also ein kompletter Spoiler ohne Warnung vorangestellt. Das war auch wohl mein letztes Buch aus dem rororo Verlag. Ansonsten fand ich die Story und den Schreibstil eher schwach und das Buch zeigt wieder, was man von XYZ-Nobelpreis halten kann. Vergleich ist hier Horcynus Orca, wo eine solche Szene an zwei Stellen vorkommt und sowohl vom Sprachlichen, vom Inhalt und von dem ganzen Setting dieses Buch einfach komplett in den Schatten stellt.

    Liebe Grüße
    Tobi

  6. Devona -

    Kompletter Spoiler im Vorwort…auch nett. Ansonsten kann ich sehr viele Hypes nicht verstehen (ich sag nur: Longlist *räusper*). Abgesehen von Modiano und Hesse hat mich noch keins der Bücher, die ich für die Nobelpreisträger-Challenge gelesen habe, vom Hocker gefegt, Herta Müller war kurz davor, mich zu verstören und mir ist auch wirklich egal, wieviele Preise die Frau hat. Ich gönne sie ihr ja auch. Ich merke nur immer wieder, dass es für mich kein Kriterium für gut lesbare Literatur ist. Trifft genauso auch für presse-gehypte Neuerscheinungen, egal welchen Genres, zu.

    Ich glaube, Du bist mit deinen Klassikern derzeit auf einem sehr schönen Lese-Trip.

    [Hemingway wurde schon von der Generation vor mir gehyped, aber imho hat das andere Gründe. Er ist das wandelnde männliche Klischee für männliche Freiheit gewesen…]

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