Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

Die Zahlen der Toten – Linda Castillo

 

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Hörbuch erschienen am 23. 10. 2013 bei: Argon- Hörbuch
Autor/in: Linda Castillo
Laufzeit: 13 Stunden und 01 Minute
Sprecher: Tanja Geke

Serie: Kate Burkholder (1)

Klappentext: Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie.
Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den »Schlächter« nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte…

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Auch hier: 5 Sterne für eine brillante Tanja Geke als Sprecherin.

Nachdem ich den fünften Teil der Kate-Burkholder-Reihe gehört hatte und der Meinung war, ich müsse ihr noch eine Chance geben, weil ich das Umfeld, in dem diese Reihe spielt (amische Gemeinde), ganz gut fand, war`s das jetzt wohl leider.

Ich müßte Linda Castillo 5 Sterne geben und zwar dafür, daß sie in diesem Buch nicht ein einziges Klischee ausläßt. Das ganze Werk wirkt wie aus einem Baukasten für Krimi-Klischees zusammen geschustert und mit ein paar Brechstangen aus der Schockeffektekiste verkeilt, damit es auch hält.

Abgewrackter Bulle mit schlimmer Vergangenheit. Verkannte Super- Bullen-Tussi mit schlimmem Geheimnis in der Vergangenheit. Beide sichten Tatorte bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit und werden nur von Kaffee und Alkohol am Leben erhalten – mehr Alkohol als Kaffee. Geschlafen wird nicht (keine Zeit), deshalb: noch mehr Kaffee. Triebgesteuerter Serientäter. En Detail beschriebene Taten, deren Ekelfaktor so hoch ist, daß kein Raum mehr für eigenes Kopfkino bleibt (wen die Farbe von bei lebendigem Leib aus dem Körper gerissener Gedärme und deren Inhaltsbeschaffenheit interessiert , wird hier MEHRFACH bestens bedient). Im Gegenzug dazu typisch amerikanisch prüde-schwülstig-verkitschte Liebesszenen, denn Bulle und Bullen-Tussi verlieben sich selbstverständlich ineinander, nachdem sie sich zunächst überhaupt nicht abkönnen.

Die Aufklärung des Falles folgt nicht akribischer und intelligenter Aufklärungsarbeit, die den Hörer geistig heraus fordert und zum miträtseln anregt, sondern drei Google-Mausklicks und zwei völlig bescheuerten Telefonaten von Kate, die nach ihrer Suspendierung unter Zuhilfenahme von Wodka natürlich weiter ermittelt (sie KÖNNTE jetzt schlafen, hat aber immer noch keine Zeit dazu) und als angebliche und nicht suspendierte Polizeichefin von ihrem Privatanschluss andere Polizeidienststellen anruft, welche locker-fluffig ohne Identitätsprüfung en Detail Ermittlungsauskünfte in Mordfällen erteilen. Der Showdown ist genauso wie man das bei einem Showdown mit triebgesteuertem Serientäter erwartet (Hose runter und so weiter) und wie erwartet tappt ganz durch Zufall in dieses Szenario abgewrackter Bulle, denn das Gute siegt immer! Serientäter kann sich grade noch die Hose hochziehen, bevor er außer Gefecht gesetzt wird. An der Stelle möchte man nur noch schreien oder den MP3-Player töten.

Nee. Geht gar nicht. Es ärgert mich ungemein, weil ich die Grundidee immer noch gut finde, weil man aus der Hauptfigur Kate wirklich eine sympathische und intelligente Ermittlerin hätte machen können, die auch eine ganze Krimi-Reihe tragen könnte.

Schade. 2 Sterne deshalb, weil es doch noch Schlimmeres gibt und sich der anspruchslose Thriller-Leser eventuell auf Grund des extremen Grausamkeitsfaktors unterhalten fühlen könnte…Spannung wird ja doch irgendwie erzeugt. Mir reicht halt aber “irgendwie” nicht.

 

 

Danke fürs Teilen!

2 comments

  1. Devona -

    Freut mich, wenn Du Spaß dran hattest. Ich finde ja die Grundidee auch total Klasse, nur was Castillo draus macht…wenn sie die Figur wenigstens ENTWICKELN würde, ich hab ja nun Teil 1 und 5 gehört. Hach, es ist ärgerlich. Mögen kann man das trotzdem, keine Frage, es ist eh so Vieles Geschmackssache.

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