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“Schänderblut” – Wrath James White

“Schänderblut” – Wrath James White

 

schänderblutow

 

Buch erschienen am 19.06.2013 bei: Festa-Verlag
Autor: Wrath James White

Klappentext:

Sind Serienmörder nur Opfer einer ansteckenden Krankheit?

Vor 15 Jahren wurde Joseph Miles von einem Kinderschänder entführt, im Keller eingesperrt und tagelang brutal gefoltert. Er ist das einzige Opfer des wahnsinnigen Mörders, das die Torturen überlebt hat.
Nun verspürt Joseph ein brennendes Verlangen, einen irren Drang nach Blut und Gewalt. Er verwandelt sich langsam selbst in ein Monster mit Appetit auf Menschenfleisch. Und es fällt ihm schwerer und schwerer, dieser Mordlust zu widerstehen. Verzweifelt sucht Joseph nach einer Heilung – bevor er die einzige Frau, die er jemals geliebt hat, töten wird. Und macht Jagd auf den Mann, der sein Leben ruinierte.

Jack Ketchum: »Wenn Wrath James White Dich nicht erschaudern lässt, dann sitzt Du am falschen Ende des Leichenwagens.« (Zitat)

Das nun Folgende ist KEINE Renzension! Getreu meinem Leitsatz müßte ich auch für “Schänderblut” mindestens einen Stern vergeben, um zumindest die Arbeit des Autors zu würdigen. Das ist mir hier nicht möglich bzw. verweigere ich dem Autor diesen Stern, ganz einfach deshalb, weil er sich meiner Person als Leser bedient, ohne mich im Gegenzug auch zu bedienen.  Deshalb gibt es an dieser Stelle nur ein paar Eindrücke von mir und bevor all die Extremliebhaber jedweder Extreme hier in Wehgeschrei ausbrechen: ich bin weder zart besaitet noch mit Tabus behaftet und bemühe mich, offen und vorurteilsfrei auf jedes schriftstellerische Werk, für welches ich mich entscheide, zuzugehen.

Die Intention zum Lesen des Buches zog ich aus Ketchums oben zitierten Satz: das machte neugierig, hat doch Ketchum selbst u.a. mit “Evil” stark polarisiert. Ich saß aber dann doch definitiv am falschen Ende des Leichenwagens, ERSCHAUDERT bin ich jedenfalls nicht.

Dieses Buch hat schlichtweg meinen Intellekt, meine Fantasie, mein Gefühl beleidigt, nichts davon wurde auch nur ansatzweise angesprochen. Dieses Buch sind die bis ins kleinste Detail zerlegten und aufgeschriebenen Gedanken eines Schriftstellers zum Thema “menschenfressen und damit verbundene sexuelle Handlungen”, die ich nicht werten kann. Ich erwarte besonders bei den Genres “Thriller” oder “Horror”, daß der Autor es subtil gekonnt versteht, mein Kopfkino anzuwerfen, das Grauen muss aus mir selber kommen. Wrath James White wirft mir aber SEIN Kopfkino en Detail vor die Füße. Friß Vogel oder stirb. Da bleibt nichts mehr für mich.

Ich folgte quälend gelangweilt Seite um Seite den Schilderungen von bei lebendigem Leib verspeisten Menschen in Kombination mit den dabei immer gleichen orgiastischen Zuckungen des Protagonisten, vorzugsweise in pornografischem Vokabular. Die Handlung ist zu vernachlässigen, da sie ohnehin nur vorhanden ist, um von einer Lebend-Fress-Orgie zur nächsten überzuleiten.

Befürworter dieses Buches werden sicher folgende Attribute gebrauchen: horrormäßig, grenzüberschreitend, gewaltstrotzend, spannend. Gegner wohl eher: primitiv, ekelhaft, widerlich, krank, pervers, obszön, abartig.

Ich kam mir – wie gesagt – eher für total blöde verkauft vor. Wobei ich mir zum Grundsatz gemacht habe, irgendwie immer zumindest etwas ansatzweise Positives zu finden. Ja, hab ich. Der Schreibstil (insgesamt eher im unteren Niveaubereich angesiedelt) entlockte mir doch ab und an ein herzhaftes Lachen. Sätze wie… : “Joe schleifte den Bewusslosen zurück ins Schlafzimmer und kaute dabei genüßlich auf seinem gummiartigen Hoden, der köstlich wie Calamares schmeckte.” (Zitat) …sind so bescheuert, daß man einfach lachen  MUSS. Und davon gibt es einige.

Leseempfehlung? Nein. Für mich ist das Schreiberei, die meine (!!) Welt nicht braucht. Wer meint, diverse eigene Grenzen in Bezug auf Extremthemen in Richtung Gewalt, Kannibalismus, Sex ausloten zu wollen, wird sicher enttäuscht werden, zumal wenn er auch nur minimalste Niveauansprüche an sich selber und Literatur stellt. Diese Grenzen werden von vornherein derart weit überschritten, daß die eigene Wahrnehmungsfähigkeit sich weigert, diesem Machwerk ernsthaft folgen zu wollen…und etwas, was ich nicht ernst nehmen kann, wird mich nicht berühren können.

Die Gedanken von Wrath James White sind für mich an genau einer Stelle richtig aufgehoben: in seinem Kopf.

Danke fürs Teilen!

1 comment

  1. Cookie -

    Wie es aussieht, war das Spannendste an dem Buch der Klappentext. Solche Bücher sind in meinen Augen auch eine Frechheit.

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