Handlettering – Frau Annika – frechverlag

Handlettering – Frau Annika

Kreativbuch und dazugehöriges Übungsbuch aus dem frechverlag

handletteringow

Erschienen:  Kreativbuch 2015 bei frechverlag, ebenso das Übungsbuch am 10.08.2016

Autor/in: Frau Annika

Klappentext:

Die hübsch gestaltete Kreidetafel beim Lieblingsbäcker, das aufwendig signierte  Hochzeitsbuch oder die ausgefallene Glückwunschkarte von der besten Freundin – Handlettering sieht man zur Zeit überall. Denn die beeindruckend gezeichneten Schriftbilder fallen sofort ins Auge. Doch nicht nur talentierte Kalligraphen können solche Meisterwerke gestalten. Handlettering-Fan Frau Annika erklärt verständlich die wichtigsten Grundlagen, die man für das eigene Lettering braucht. An 15 charmanten und alltagstauglichen Projekten lernt man dann Schritt für Schritt auch eigene Letterings zu entwerfen und umzusetzen.
Zusätzlich sind in dem Buch hilfreiche Anleitungen zur eigenen Gestaltung von Worten und Sprüchen. Beispielalphabete zum Abpausen, gerade, schräge und runde Raster für den perfekten Strich und schicke Ornament-Ideen sorgen auch bei Lettering-Anfängern für Glücksgefühle. Und falls es mal nicht klappt, gibt es auch alle Letterings im Buch als Vorlage zum Abpausen. Bestellen Sie gleich das Handlettering Übungsbuch mit, um schöne Schrift zu üben!

Buch inklusive:

• Wichtige Grundlagen und Anleitungen zur eigenen Gestaltung von Worten und Sprüchen
• 15 Handletteringsideen von der Geburtstagskarte bis zum Turnbeutel
• Beispiel-Alphabete, Raster, Vorlagen und Ornament-Ideen garantieren das perfekte Ergebnis

Klappentext zum Übungsbuch:

Die Kunst des Handlettering erfreut sich großer Beliebtheit. Doch bevor man in der Lage ist, aufwendige Handletterings selbst zu kreieren, ist es wichtig zu verstehen, wie Buchstaben funktionieren. Mit diesem Übungsbuch bekommen Sie ein Gefühl für Buchstaben und Anregungen für eigene Kreationen. Was Sie brauchen, sind zunächst nur ein paar Stifte. Scheuen Sie sich nicht davor, Fehler zu machen, sie sind durchaus erlaubt. Sie werden merken, dass sich Ihr Strich verbessert, je mehr Sie üben und ausprobieren. Imitieren ist erwünscht. Die Kunst besteht am Ende darin, einen eigenen Stil zu entwickeln.

• In drei Schritten von den Grundlagen der Buchstabengestaltung zur Handschrift mit eigenem Style.
• Mit vielen Aufwärmübungen und dem richtigen Einsatz des Brushpen oder der Feder beim Schreiben.

Handlettering – Frau Annika

Normalerweise bespreche ich ja nicht zwei Bücher in einer Rezension, aber wie man unschwer schon an der äußeren Aufmachung erkennen kann, gehören diese beiden zusammen und ich würde jedem Interessierten auch empfehlen, sie zusammen zu kaufen, denn gemeinsam sind sie perfekt. Da mir persönlich Verlagswidgets mit “dem Blick ins Buch” auch immer eher zusagen als semiprofessionelle oder gar laienhafte Fotografien von Inhalten, empfehle ich zusätzlich bei Interesse auch wirklich den Blick ins Buch direkt auf der Seite vom frechverlag, es lohnt sich. Ich hab eingangs beide Bücher verlinkt und erspare mir somit eigene Bilder.

Handlettering und auch Sketchnotes sind derzeit schwer angesagt und für jeglichen Bereich mit dem man schriftlich etwas “illustrieren” will geeignet. Ich schreibe von Haus aus gerne, lege Wert auf eine gepflegte Handschrift und habe auch schon Kalligrafiekurse mitgemacht. Die Kalligrafie ist die “Kunst des schönen Schreibens” und bedarf wahnsinnig viel kontinuierlicher Übungen, bei denen man sehr sorgfältig REGELN folgt, um zu einem adäquaten Ergebnis zu kommen – im besten Fall ist das ein lebenslanges Hobby. Übt man längere Zeit nicht, lassen auch die Ergebnisse zu wünschen übrig, man braucht Geduld, Muße, Ruhe…über all das verfüge ich nur in äußerst begrenztem Umfang. [Geduld eher gar nicht…] Mal eben schnell eine personalisierte Glückwunschkarte kalligrafieren überfordert mich.

An dieser Stelle kommt dann das Handlettering ins Spiel und auf ein paar einführenden Seiten erklärt Frau Annika den leicht verständlichen Unterschied zur Kalligrafie: hier werden Buchstaben nicht geschrieben, sondern gezeichnet und gemalt. Man bewegt sich “frei” und folgt keinen vorgegeben Regeln. Somit sind mit Handlettering gezeichnete “Buchstabenbilder” einzigartige Unikate, der gleiche Text kann immer wieder anders aussehen. Das eröffnet viele Möglichkeiten.

Ausgehend von allgemeinen Begriffserläuterungen zur Anatomie der Buchstaben und natürlich Hinweisen zum benötigten Material, vor Allem den Stiften, erarbeitet Frau Annika Schritt für Schritt und ausführlich erklärend, die verschiedensten Handlettering-Projekte. Glückwunschkarten, Einladungen, Kalender, Aphorismen zum Verschenken, Kuchen-Topper, Aufschriften für Gästebücher, Buchstabengirlanden zum Aufhängen und noch einige Sachen mehr, die man mit kreativer Schrift versehen kann. Sie geht immer von einer Bleistift-Skizze aus, um das Bild “in Form” zu bringen, zeigt das einfache Zeichnen von Bannern, freien Randgestaltungen und kleinen Rahmen. Alles ist wunderschön bebildert, auch vom jeweils fertigen Projekt gibt es tolle Fotos.

Im Anhang gibt es ein paar Alphabete, die sich gut eignen und alle Projekte gesammelt als Vorlage zum Abpausen für die völlig Unkreativen, die sich nicht an eigene Entwürfe trauen und denen zunächst mal noch der geschulte Blick für das, was passt oder nicht passt, fehlt. So weit so gut und auch definitiv ganz toll. Nur fehlte mir etwas und offensichtlich fehlte es auch einigen anderen, denn Frau Annika und der Verlag legen jetzt nach.

Mit dem Übungsheft, welches übermorgen erscheint, wird eine kleine Lücke geschlossen, die das Buch bei aller Begeisterung bei mir doch gelassen hatte. Auch Buchstaben ZEICHNEN will ein wenig geübt sein, völlig Ungeübte und des Handschreibens seit längerem Entwöhnte tun sich auch damit schwer. Ein paar  Anhaltspunkte in Form von Strichführungen, Bögen, Schlaufen, Buchstabenverbindungen bei Schreibschriften etc. braucht man doch: und jetzt darf man sie auch lernen und üben, was besonders in Verbindung mit den empfohlenen Brush-Pens doch für ein Aha-Erlebnis bei Neulingen führen dürfte.

Einfache Strichführungen, deren Auf- und Abstriche durch Druckvariation wie bei der Kalligrafie (nur eben viel einfacher, man benutzt ja auch keine Feder) verwendet werden, sorgen schnell für vorzeigbare Ergebnisse und dann ist der Schritt zum ersten eigenen Entwurf auch nicht mehr so riesengroß. Das Übungsheft ist wahnsinnig motivierend! Es sind längere Texte zum “nachmalen” (also einfach mit dem Stift nachziehen, was da steht) vorhanden, Minuskeln werden mit Serifen ausgeschmückt oder mit Mustern dekoriert oder verschnörkelt. Ja, auch den Schwung für Schnörkel muss man ein klein wenig üben und die Schräglage für optisch ansprechende Schreibschriften ist auch etwas tricky. Auch hier hilft das Übungsheft: entsprechende Seiten mit leeren Zeilen und den erforderlichen schrägen Markierungen zum Üben sind vorhanden

Nettes Gimmick: eine Art Challenge bei der man übenderweise vorgegebene Begrifflichkeiten mit Handlettering “beschreibt”. Das schult die Kreativität und kann auch mal über einen längeren Zeitraum regelmäßig gemacht werden, um sicher im Erstellen von Handletterings zu werden. Hübsche Idee! Beide Bücher haben ein angenehmes Format und eine sehr gute Papierqualität, das Übungsheft ist etwa A4 groß, das Kreativbuch etwas kleiner und quadratisch.

Fazit: Handlettering von Frau Annika ist für sich genommen ein nettes “Bastelbuch” für von der Autorin vorgefertigte Projekte, wird jedoch um das Übungsbuch ergänzt zu einem wahren Schatzkästchen für an Handlettering Interessierten. Durch das Übungsbuch werden Theorie und Praxis vereint und man bekommt zusätzlich zur steil ansteigenden Motivationskurve das richtige Handwerkszeug.

Vielen Dank fürs Teilen!

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  1. Pingback: Handlettering. Das große Buch der Schmuckelemente - Frau Annika - Buchimpressionen

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